Renovierung Vereinsheim

SV Innerstetal e.V. - Niedersächsischer Fußballverband

Bereich

Vereinsheim

Umsetzungsdauer

790 Arbeitsstunden

Teammitglieder

Insgesamt waren 32 Personen an dem Projekt beteiligt, davon 13 Kinder und Jugendliche.

PROJEKT ZUSAMMEN­FASSUNG

Wir wollen unser Vereinsheim in Baddeckenstedt renovieren und zu einem Ort machen, an dem sich Spieler*innen, Trainer*innen und alle Gäste wohlfühlen und gerne aufhalten.

PROJEKT DOKUMENTATION

Umsetzungsschritte

Ursprünglich war die Idee, den Flur des Vereinsheims und eventuell die Kabinen zu streichen und die Löcher in den Wänden zu reparieren. Nach ein paar Gesprächen mit dem Vorstand, was finanziell möglich wäre, wurde die Idee größer. Wir begannen damit, die Kabinen und den Flur auszuräumen und die gesamte Einrichtung zu demontieren. Anschließend wurden die Räume entkernt. Das Holz wurde von der Wand und den Decken genommen, die Fliesen wurden von der Wand abgestemmt und auch zwei Wände zu Vorräumen der Eingangstüren wurden abgerissen. Außerdem mussten die alten Türzargen aus Stahl zu den Kabinen und Duschen weichen. Anschließend begann der Wiederaufbau. Zunächst wurde alles vorbereitet. Die Unterkonstruktion für die Trockenbaudecke wurde in allen Räumen angebracht, Schlitze für die Kabel der neuen Elektrik wurden gefräst. Danach wurde die neue Elektrik gelegt und von 2-adrig auf 3-adrig geändert. Die Schlitze wurden anschließend verputzt. Die Decke wurde mit Gipskartonplatten abgehangen. Die Wände wurden verputzt, da durch das Abstemmen der Fliesen große Unebenheiten in der Wand waren. Es bestand die Überlegung, die Wände in Eigenleistung zu verputzen, allerdings haben wir uns dagegen entschieden, um am Ende ein sauberes Gesamtbild zu haben. Somit haben wir die Wände von einem Putzer verputzen lassen. Diese Arbeit war die einzige Arbeit, die von jemandem ausgeführt wurde, der für seine Arbeit bezahlt wurde. Nachdem der Putz an den Wänden trocken war, haben wir uns an die Malerarbeiten gemacht und die Wände gestrichen. Die Decke wurde zuerst tapeziert, dann gestrichen und im Anschluss wurden die Löcher für die LED-Strahler gebohrt und diese dann auch eingesetzt und angeschlossen. Im Flur haben wir uns für Bewegungmelder entschieden, um ein Dauerleuchten im Flur zu vermeiden und so Energie zu sparen. In den Kabinen wurden die alten Fenster, bestehend aus Glasbausteinen, ausgebaut und durch neue, energetisch bessere, Fenster ausgetauscht. Um ein stimmiges Gesamtbild in den Kabinen zu bekommen, haben wir uns außerdem für Fensterbänke entschieden. Die altern Türzargen und Türblätter wurden durch neue weiße Türzargen und -blätter ersetzt. Einzig die Türzargen im Flur zu den WCs und der Schiedsrichterkabine wurden nicht ausgetauscht, da sich im Laufe des Projekts herausgestellt hat, dass im nächsten Jahr die sanitären Anlagen erneuert werden und es daher nachhaltiger ist die Türzargen erst nach Fertigstellung der sanitären Anlagen zu erneuern. Für die Einheitlichkeit wurden die bleibenden Zargen geschliffen und anschließend weiß lackiert. Bei den Arbeiten sind ein paar Fliesen zu Bruch gegangen, diese wurden durch neue ersetzt. Außerdem wurden die Bereiche der Eingänge neu verfliest. Alle drei Räume erhielten Sockelleisten aus Fliesen. Die Gästekabine hat neue Sitzbänke erhalten, passend zu denen in der Heimkabine. Die Bänke aus der Heimkabine wurden wiederverwendet und lasiert, um sie besser zu schützen. Sowohl der Flur als auch die Kabinen haben durch einen grünen und einen roten Streifen farbliche Akzente in den Vereinsfarben bekommen. Die Garderobenhaken wurden erneuert und auf passend zugeschnittene, schwarz gestrichene Bretter geschraubt. Somit ist in den Kabinen neben rot und grün auch die dritte Farbe unseres Vereins vertreten. Als Eyecatcher wurde in den Eingangsbereich das Logo des SV Innerstetal auf die Wand gemalt. Die Glastür wurde mit neuer Folie versehen und das Logo erstrahlt dort in neuem Glanz. Die Türen haben jeweils eine entsprechende Aufschrift für den Raum erhalten mit einem passenden Symbol dazu, sodass es auch für Kinder, die noch nicht lesen können, ersichtlich ist, was sich im jeweiligen Raum befindet.

Kosten

Es sind 9700€ an Kosten entstanden.

Herausforderung

Die größte Herausforderung war das fristgerechte Fertigstellen. Wir wollten bis zum Ende des Würth Vereinsheimwerker Projekts die Arbeiten in unserem Vereinsheim abgeschlossen haben. Leider konnten wir nicht immer viele Helfer aktivieren, so dass es zum Ende des Projektes eng wurde mit der Zeit. Ganz fertig sind wir leider nicht geworden. Es fehlen ein paar Sockelleisten an den Wänden und es wurde dort noch nicht verfugt und mit Acryl der letzte Schliff gesetzt. Auf die Heizungen mussten wir auch länger warten als geplant, diese werden in der Woche nach Projektende geliefert und eingebaut.

Highlight

Es gab zwei Highlights. Zum einen war ein Highlight, dass dieses Projekt für jeden war, der Lust hatte mitzuwirken. Wir haben für jeden eine Arbeit gefunden, ganz egal, ob handwerklich geschickt oder nicht. Dadurch, dass ein Teil der Bauarbeiten in den Sommerferien lag, haben einige Kinder bzw Jugendliche des Öfteren mitgeholfen und durften sich unter der Anleitung von Erwachsenen ausprobieren. So durfte eine 12-jährige ein Stück Wand wegstemmen, die Kinder haben die Schlitze zugespachtelt und auch beim Trockenbau der Decke fleißig mitgeholfen, um hier ein paar Beispiele zu nennen. Im Zeitraum des Projekts (von Juli bis Ende September) haben wir fast jeden Tag weitergearbeitet. Gerade in dieser Zeit der Sommerferien ist das Vereinsheim zu einem Treffpunkt geworden, zu dem gerne hingekommen wurde, um mitzuhelfen. Treibene Kraft unseres Projekts war Marvin, der einen Großteil seiner freien Zeit in die Arbeiten im Vereinsheim gesteckt hat. Immer wenn es ging, war ich mit unseren Kindern Emma und Emil (fast 3 und 1,5) dabei. Es gab Kinder, die während des Projekts dazugekommen sind, um mit unseren Kindern zu spielen und uns so die Möglichkeit gegeben haben, mit anpacken zu können. Alles in allem kam ein großes Gefühl von Gemeinschaft auf. Ein zweites - sehr persönliches - Highlight waren Emils erste Schritte, die er - wo auch sonst - im Vereinsheim gemacht hat. Besonders emotional waren die Momente, wenn Kinder, die gerade auf dem Platz Training hatten, ins Vereinsheim gekommen sind und die Veränderungen bestaunt haben und Sätze sagten wie: "Boah, das sieht richtig cool aus." Da kam ein Gefühl von "Alles richtig gemacht!" und "Die Mühe hat sich definitiv gelohnt" auf.

Das Team

Das Team

Ergebnisse

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Projektvideo